Zu Jahresbeginn reichen ungewöhnlich viele Männer Anträge auf Wehrdienstverweigerung ein. Bis Ende August sind bereits über zwölftausend Anträge eingegangen, was Rekordniveau bedeutet.

Diese Zahl liegt nun deutlich über dem Stand aus dem Jahr zweitausendfünfundzwanzig.

Das neue Wehrpflichtgesetz sieht freiwillige Teilnahme vor, greift jedoch im Notfall mit Pflichtdienst. Junge Männer erhalten Umfragen zur Motivation und Eignung für einen möglichen Militärdienst.

Die Wehrdienstverweigerung ist in Artikel vier der Verfassung ausdrücklich geregelt. Deutschland will angesichts äußerer Bedrohungen die Armeestärke bis zweitausendfünfunddreißig stark erhöhen.