Ein Strom von Schafen durchquert morgens die Straßen, begleitet von Schaulustigen und Fotografen. Touristen staunen, während Anwohner lachend ihre Kinder zu den vorbeiziehenden Tieren bringen.

Autohupen schweigen und stattdessen ertönen das Blöken der Lämmer und das Läuten der Kuhglocken.

Über vier Stunden lang verwandelt sich die Innenstadt in eine Bühne für ländliche Traditionen. Die Veranstaltung ehrt alte Gewohnheiten und hebt die Bedeutung der Tierhaltung für das Land hervor.

Schäfer leisten eine symbolische Zahlung an die Behörden, ein Brauch aus vergangenen Jahrhunderten. Seit neunhundertdreiundvierzig existiert das Ritual, heute gilt es als wichtiger Teil des Kulturerbes.