Im Sommer zweitausendsechsundzwanzig verzeichnen Meteorologen die höchste Durchschnittstemperatur seit neunzehnhunderteins. Die Durchschnittstemperatur beträgt neunzehn Komma drei Grad, deutlich über dem langjährigen Mittel von siebzehn Komma fünf Grad.
Zwischen Juni und August herrscht ständig ungewöhnlich große Hitze, begleitet von einer ausgeprägten Dürrephase.
Am sechsundzwanzigsten Juni wird erstmals in der Geschichte ein bundesweiter Hitzewarn-Alarm ausgerufen. Gleichzeitig entstehen schwere Gewitter mit über dreihunderttausend Blitzen und zahlreiche sogenannte Tropennächte.
Im gesamten Land fällt der Niederschlag mit etwa einhundertfünfundachtzig Millimetern weit unter den Durchschnitt. Fachleute sehen die Extremwerte als deutliche Auswirkungen des sich ändernden Klimas und wachsender Wetterunterschiede.
