Wissenschaftler beobachten, wie das Eis der Schweizer Alpen noch schneller als erwartet schmilzt. Im Sommer zweitausendsechsundzwanzig führte eine intensive Hitzewelle zu enormem Gletscherschwund.
Seit Beginn der Messungen gab es keine vergleichbare sommerliche Erwärmung in Schweiz und Europa.
Fehlende Niederschläge im Winter verstärken den Mangel an schützender Schneedecke auf den Gletschern. Zwischen Mai und September trieben kontinuierliche Hitzewellen die Eisschmelze deutlich voran.
In nur fünf Jahren verlor das Gletschervolumen nahezu zwanzig Prozent, wahrscheinlich durch langfristige Erderwärmung. Schweiz könnte bis zum Jahr zweitausendeinhundert bis zu neunzig Prozent ihrer Gletscher verlieren.
