Im neuen Jahresbericht kritisiert die Europäische Kommission Belgien wegen stockender Umsetzung von Gerichtsentscheidungen. Es wird betont, dass europäische und nationale Gerichtsentscheide weiterhin nicht vollständig angewendet werden.

Die Empfehlung aus dem Vorjahr, den Respekt gegenüber Gerichtsentscheidungen zu stärken, blieb größtenteils unbeachtet.

Im Bereich Asyl und temporärer Schutz sind ebenso kaum Fortschritte festzustellen. Trotz gemeinsamer Erklärung im Juli zweitausendvierundzwanzig kommt es weiterhin zu praktischen Problemen.

Die Entscheidung, Asylanträge bestimmter Gruppen zu stoppen, wurde von Gerichten suspendiert, bleibt jedoch umstritten. Auch bei Lobbyismus, Verfahrensbeschleunigung und Aktenzugang bescheinigt der Bericht Belgien wenig Fortschritt.