Ein Gericht stellt fest, dass die Zustände in Haftanstalten grundlegende Rechte verletzen. Der Staat muss die Häftlingszahl innerhalb von sechs Monaten auf elfzig Prozent der Kapazität senken.

Für jeden Häftling über der Grenze droht eine Strafe von bis zu fünfhundert Euro täglich.

Die Entscheidung fiel am letzten Tag eines fünftägigen landesweiten Streiks der Gefängniswärter. Zusatzpersonal und Polizei wurden eingesetzt, damit Mindestdienste aufrechterhalten werden konnten.

Im Januar lebten über dreitausend Menschen mehr in Gefängnissen, als eigentlich vorgesehen war. Gewerkschaften fordern weiterhin strukturelle Lösungen und kündigen mögliche neue Proteste an.